Dieser komische Tallow-Balsam mit Ananas hat mein Winter-Hautdrama gelöst
Okay, also. Es ist Januar. Draußen ist es so eine Mischung aus nasskalt und einfach nur grau. Diese Art von Wetter, die sich direkt in deine Haut frisst, verstehst du? Meine Haut fühlt sich an wie Pergament. Nicht das schöne, alte. Sondern das, das gleich reißt. Besonders um die Nase rum und an den Händen. Jeder Waschgang, jedes Mal, wenn ich nach draußen gehe – alles fühlt sich an, als würde meine Haut schreien. Trocken, spannt, manchmal sogar richtig schuppig. Echt unangenehm. Und ich habe alles probiert. Wirklich. Die teuren Cremes aus der Drogerie, die noch teureren aus der Apotheke. Alles, was versprochen hat, eine „Barriere“ aufzubauen. Meistens saß das Zeug dann einfach obenauf, fettig, und hat nichts gebracht. Bis ich auf dieses komische Ding gestoßen bin: Whipped Tallow Balm. Mit Ananas-Duft. Klingt verrückt, ich weiß. Rindertalg fürs Gesicht? Aber ich war verzweifelt genug. Und jetzt, ein paar Wochen später… ja. Also. Das hier ist keine Werbung, ich habe das Ding selbst bezahlt, aber ich muss einfach reden. Über Winter-Skincare, trockene Winterhaut und warum ausgerechnet ein Tallow-Balsam für den Winter bei mir alles verändert hat.
Wie ich überhaupt auf die Idee mit Tallow gekommen bin
Ehrlich gesagt, aus purer Verzweiflung. Letzten Winter sah meine Haut aus wie eine Landkarte. Rote Flecken, trockene Stellen, dieses ständige Spannungsgefühl. Ich habe eine dieser Super-Cremes für 40 Euro durch, und das Einzige, was sich verbessert hat, war das Gefühl in meinem Portemonnaie. Das war leerer. Irgendwann bin ich dann abends, wahrscheinlich war es ein Dienstag, auf Etsy in irgendeine Rabbit-Hole gefallen. Handgemachte Seifen, Salben, das übliche. Und dann sah ich es: „Whipped Tallow Balm – Pineapple“. Hergestellt in Frankreich, aus grasgefüttertem Rindertalg. Ich habe mich gefragt, wer sich sowas aufs Gesicht schmiert. Aber die Bewertungen waren… euphorisch. Von Leuten mit Neurodermitis, mit super empfindlicher Haut. Ich dachte: Was soll’s. Schlimmer kann’s nicht werden. Also bestellt. Wartezeit war okay, so eine gute Woche vielleicht. Als das Päckchen kam, war ich skeptisch. Ein kleines Glas. Sah unspektakulär aus. Aber dann der Duft. Oh Mann.
Es roch nicht nach Fett. Oder nach Burger. Es roch nach… Sommer? So eine richtig frische, süße Ananas-Note. Nicht aufdringlich, nicht künstlich wie ein Putzmittel. Einfach fröhlich. Wie Urlaub. Das hat mich sofort abgeholt. Die Konsistenz war auch seltsam. Irgendwie fest, aber wenn man mit dem Finger rein geht, wird sie sofort weich und cremig. Nicht fettig-cremig. Sondern… geschmeidig. Ich kann es nicht besser beschreiben. Ich habe einen winzigen Klecks auf meiner Hand probiert. Und es ist einfach verschwunden. Eingezogen. Kein Film, kein Glanz. Nur weiche Haut. Das war der Moment, in dem ich dachte: Hm. Vielleicht ist hier doch was dran.
Warum Rindertalg für die Haut überhaupt Sinn ergibt (laut Internet)
Also, ich bin kein Chemiker. Aber ich habe dann natürlich gegoogelt, was ich mir da eigentlich bestellt habe. Und es hat tatsächlich eine gewisse Logik. Tallow, also gereinigtes Rinderfett, ist unserem eigenen Hauttalg (Sebum) wohl sehr ähnlich. Sehr ähnlich in der Fettsäure-Zusammensetzung. Das heißt, unsere Haut erkennt das quasi als „freundlich“ an und lässt es tief einziehen. Es soll die natürliche Barriere unterstützen, anstatt sie zu ersetzen oder nur oben drauf zu liegen. Das klang für mich einleuchtender als die Liste von 20 Silikonen und Parabenen auf meiner alten Creme. Gilt als gut bei sensibler Haut, bei Trockenheit, sogar bei kleinen Fältchen – weil einfach die Feuchtigkeit besser gehalten wird. Und es wird zu diesem luftigen, „whipped“ Balsam aufgeschlagen, damit es leicht ist. Keine Ahnung, wie man das macht. Aber es funktioniert. Für mich zumindest.
Meine Routine jetzt? Total simpel geworden. Abends wasche ich mein Gesicht, tupfe es trocken. Dann nehme ich eine erbsengroße Menge von dem Ananas-Tallow-Balsam, verreibe sie zwischen den Fingern und klopfe es einfach ins Gesicht. Besonders auf die trockenen Stellen. Es fühlt sich anfangs ein bisschen kühl an, dann warm. Und dann ist es weg. Wirklich. Mein Kissen ist morgens nicht fettig. Morgens mache ich manchmal einen ganz dünnen Film drauf, bevor ich in die Kälte gehe, als Schutz. Und meine Hände! Gott, meine Hände waren immer das Schlimmste. Risse, trockene Knöchel. Jetzt habe ich das Glas auf dem Nachttisch. Bevor ich schlafen gehe, mache ich mir richtig viel auf die Hände. Es riecht nach Ananas, das ist ein netter Nebeneffekt. Und morgens sind sie einfach… normal. Weich. Keine Risse mehr. Das allein ist es schon wert.
Mein Hautzustand nach ein paar Wochen mit dem Zeug
Also. Die erste Woche war weird. Ich habe auf irgendeine Reaktion gewartet. Pickel, Rötungen, irgendwas. Nichts ist passiert. Meine Haut hat einfach… aufgehört, weh zu tun. Dieses ständige Spannen nach dem Waschen war weg. Die schuppigen Stellen neben meiner Nase, die ich immer abgeknibbelt habe (schlechte Angewohnheit, ich weiß), wurden einfach glatt. So nach etwa 10 Tagen habe ich im Bad vorm Spiegel gestanden und gedacht: Huh. Sieht irgendwie ruhiger aus. Nicht unbedingt „jünger“ oder so ein Quatsch. Einfach gesünder. Weniger gestresst.
Die Kälte draußen juckt sie nicht mehr so. Wenn ich vom Spaziergang reinkomme, spannt sie nicht mehr wie verrückt. Es ist, als hätte sie endlich den Mantel gefunden, den sie den ganzen Winter über gesucht hat. Ich verwende kaum noch Foundation, weil es einfach nicht mehr nötig ist. Ein bisschen Concealer unter den Augen, fertig. Das habe ich seit meinen Teenager-Jahren nicht mehr gemacht. Eine Sache, die mich total überrascht hat: Meine Ellenbogen. Die waren immer rau wie Schmirgelpapier. Jetzt, wo ich den Balsam eh auf den Händen habe, schmiere ich einfach was davon auf die Ellenbogen. Die sind jetzt glatt. Wirklich glatt. Wer denkt schon an seine Ellenbogen? Ich jetzt. Weil es so auffällig ist.
Ach ja, und eine komplett irrelevante Beobachtung: Seit ich das Glas habe, erinnert mich der Geruch immer an diesen einen Urlaub auf Mallorca. Nicht, dass ich da je war. Aber es riecht nach dem, wie ich mir Mallorca vorstelle. Sonne, Meer, Entspannung. Das ist ein nettes Gefühl mitten im deutschen Wintergrau. So ein kleiner, olfaktorischer Kurztrip beim Eincremen. Sorry, bin abgeschweift. Wo war ich? Ach ja, Haut.
Würde ich es nochmal kaufen? Und für wen ist das was?
Absolut. Ich habe tatsächlich schon ein zweites Glas von diesem kleinen Etsy-Shop bestellt, bevor das erste leer war. Einfach aus Angst, es könnte ausverkauft sein. So gut finde ich es. Für mich ist es ein Winter-Wunder, wirklich. Es ist kein Allheilmittel. Wenn du fettige Haut hast, weiß ich nicht, ob das dein Ding ist. Aber für trockene, sensible, gestresste Haut, die im Winter leidet? Probier es aus. Es ist nicht billig, aber es hält ewig, weil man so wenig braucht. Und es hat mehr für mich getan als alle teuren Markencremes zusammen.
Ich habe sogar meiner Mutter davon erzählt. Sie hat sehr trockene Haut, immer schon. Sie hat mich ausgelacht. „Talg? Wirklich?“ Aber ich habe ihr einen Klecks in ein Leerglas abgefüllt. Letzte Woche hat sie mich angerufen und gefragt, wo ich das nochmal her habe. Das sagt doch alles.
Also, wenn deine Haut in diesem Winter auch so eine Diva ist und alles hasst, was du ihr gibst… vielleicht ist ein Tallow-Balsam für den Winter einen Versuch wert. Besonders dieser hier mit Ananas. Der macht einfach gute Laune, während er arbeitet. Ich bleibe dabei.
Kurze Fragen, die mir immer gestellt werden
Ist Rindertalg gut fürs Gesicht? Für mich ja, definitiv. Wie gesagt, es ist unserem eigenen Hautfett wohl sehr ähnlich und pflegt die Hautbarriere von innen, statt nur eine Schicht draufzulegen. Meine sensible Haut verträgt es super, wo andere Cremes gerne mal rote Flecken verursacht haben.
Verstopft Tallow-Balsam die Poren? Überhaupt nicht. Im Gegenteil. Weil es so tief einzieht und kein Fettfilm bleibt, fühlt sich meine Haut atmungsaktiver an. Ich bekomme seitdem weniger Unreinheiten, weil die Haut einfach ausgeglichener ist und nicht so gestresst.
Wie riecht der Ananas Tallow Balm? Ehrlich und unprätentiös: nach frischer, süßer Ananas. Nicht künstlich. Einfach ein fröhlicher, sommerlicher Duft. Keine Spur von Fett oder Tier. Es riecht einfach… gut. Nach Urlaub. Das ist im Winter ein netter Bonus.
Wenn du also auch mit trockener Winterhaut kämpfst und mal was anderes probieren willst als den hundertsten „Barriere-Booster“ aus der Drogerie… das hier hat bei mir geklappt. Einfach mal auf Etsy nach „Whipped Tallow Pineapple“ suchen. Vielleicht klappt’s bei dir ja auch.
