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Lavendel Tallow Balm: Was nachts auf meinem Nachttisch steht

2026-01-14 · Lavender

Okay also. Es ist so 22:43 Uhr. Mein Handy hat noch 18%. Ich sitze im Bett, die Heizung gluckert, und ich hab gerade dieses Ding benutzt. Dieses Talg-Ding. Tallow Balm. Genauer gesagt, der mit Lavendel. Von diesem kleinen Shop, weißt du. Auf Etsy. Ich war total skeptisch, als ich das erste Mal von Talg für die Haut gehört hab. Rindertalg? Ernsthaft? Klingt nach etwas, das meine Oma in den Topf geschmissen hätte, nicht nach etwas, das ich mir ins Gesicht schmiere. Aber naja. Der Winter hat meine Haut dieses Jahr komplett kaputt gemacht. So trocken. Rissig an den Händen. Und teure Cremes aus der Drogerie haben irgendwie nur so einen Film hinterlassen. Fettig, aber trocken darunter. Komplett bescheuert.

Also hab ich’s probiert. Und… es funktioniert einfach. Ich weiß nicht, wie ich das anders sagen soll. Es ist kein Wundermittel. Es riecht nicht nach Parfümabteilung. Es ist einfach nur… effektiv. Meine tägliche Hautpflege mit Tallow sieht jetzt anders aus. Vor allem abends.

Wie ich überhaupt auf die Idee mit Talg kam

Das war im Dezember. Minusgrade. Mein Gesicht fühlte sich an wie Pergament. Ich hab so eine teure Creme aus der Apotheke gehabt, die in einem richtig schicken Glas kam. Hat nach nichts gerochen. Und hat genau nichts gemacht. Außerdem 50 Euro gekostet. Ich war so frustriert und hab dann irgendwie, ich weiß nicht mehr wie, auf diesem Etsy-Shop gelandet. „Whipped Tallow Balm“. Hergestellt in Frankreich, aus Gras gefütterten Rindern. Die Beschreibung sagte, die Fette ähneln unserem eigenen Hauttalg. Also dass es tief einzieht, anstatt nur oben drauf zu liegen. Für trockene Haut, sensible Haut, aufgesprungene Lippen. Und es gab eine Lavendel-Version. Beruhigend, entspannend, gut für die Nacht. Ich dachte mir: Entweder das ist der größte Quatsch oder es klappt. Hab auf „In den Warenkorb“ geklickt. Aus Verzweiflung.

Als es ankam, war die Verpackung ganz unscheinbar. Ein kleines Glas. Ich hab es aufgemacht. Die Konsistenz war… anders. Nicht cremig wie Bodylotion. Nicht fest wie Vaseline. Irgendwas dazwischen. Wie sehr, sehr weiche Butter, die geschlagen wurde. Glatt, sag ich mal. Ist das das richtige Wort? Ja, glatt. Und es roch nach Lavendel. Aber nicht nach diesem süßen, künstlichen Lavendel aus Lufterfrischern. Eher wie getrockneter Lavendel. Ein bisschen krautig. Nicht aufdringlich. Ehrlich gesagt, am Anfang fand ich den Geruch seltsam. Jetzt mag ich ihn. Er signalisiert mir: Feierabend.

So baue ich den Tallow Balm jetzt in meine Routine ein

Meine Abendroutine ist kein Ritual. Es ist ein Aufräumen. Ich wasche mein Gesicht mit dem billigen Reinigungsgel von DM – das grüne. Dann tupfe ich es ab. Und dann nehme ich das Talg-Glas. Ich mache den Deckel auf. Ich nehme eine erbsengroße Menge. Vielleicht etwas mehr, wenn es ein richtig kalter Tag war. Ich reibe es zwischen meinen Fingern an, es schmilzt sofort von der Körperwärme. Und dann… einfach ins Gesicht. Stirn, Wangen, Nase, Kinn. Auch den Hals. Einfach einmassieren.

Es fühlt sich anfangs ein bisschen fettig an. Kein Wunder, es ist Fett. Aber nicht klebrig-fettig. Mehr… schützend. Und nach vielleicht einer Minute, ich schwöre, ist es weg. Es zieht einfach ein. Meine Haut fühlt sich dann nicht fettig an, sondern einfach nur weich. Gesättigt. So als ob sie endlich genug zu trinken bekommen hat. Das ist der Punkt, wo ich dachte: Okay, das mit dem „ähneln unserem Hauttalg“ ergibt vielleicht Sinn. Es kämpft nicht gegen meine Haut, es ergänzt sie einfach.

Hier ist eine kleine Abschweifung: Manchmal, während ich das einmassiere, höre ich die Nachrichten im Fernsehen vom Wohnzimmer. Oder mein Partner fragt etwas über den nächsten Tag. Und ich stehe da, mit diesem Fett im Gesicht, und antworte. Das ist das Gegenteil von Luxus-Skincare. Es ist praktisch. Es ist Teil des Alltags. Kein 10-Schritte-Programm. Ein Schritt. Ein guter Schritt.

Was nach ein paar Wochen passiert ist

Ich hab nicht auf ein Wunder gewartet. Aber ich hab Veränderungen bemerkt. Kleine. Meine Haut spannt morgens nicht mehr. Diese feinen Trockenheitsfältchen an den Augen, die im Winter immer so prominent waren… die sind einfach weniger sichtbar. Sie sind nicht weg, aber sie sehen nicht mehr so aus, als würden sie schreien „WASSER!“. Meine Haut wirkt einfach ruhiger. Gleichmäßiger.

Das Beste aber sind meine Hände. Ich wasche sie ständig. Im Winter waren sie immer rissig, an den Knöcheln richtig aufgesprungen und rot. Wehgetan haben sie. Jetzt, bevor ich schlafen gehe, nehme ich einen kleinen Klecks von dem Lavendel Tallow Balm und schmiere mir die Hände ein. Besonders die Knöchel. Das klingt eklig, ich weiß. Fettige Hände. Aber es zieht so schnell ein. Und morgens sind sie einfach… heil. Keine Risse mehr. Das allein ist für mich der Grund, warum ich das Zeug immer wieder kaufen würde.

Ich bin jetzt beim zweiten Glas. Das erste hat ewig gehalten, obwohl ich es fast jeden Tag benutzt habe. Für Gesicht und Hände. Ein bisschen geht echt weit. Ich hab sogar meiner Schwester eines zu Weihnachten geschenkt. Sie hat auch so trockene Haut. Sie hat mich letzte Woche angeschrieben und gesagt: „Was ist das für eine Zaubercreme?“ Keine Zaubercreme. Einfach nur altes Wissen in einem neuen Glas.

Würde ich es nochmal kaufen?

Ja. Ohne zu zögern. Es ist zu einem festen Teil meiner Routine geworden. So fest, dass ich merke, wenn ich es mal vergesse. Meine Haut fühlt sich dann morgens einfach nicht so gut an. Es ist kein Produkt, das ich benutze, weil ich denke, dass ich es tun sollte. Sondern weil ich die Wirkung spüre. Und weil diese kleine Lavendel-Routine am Abend wirklich entspannend ist. Es ist das letzte, was ich für mich mache, bevor das Licht aus geht. Ein Signal an mich selbst: Jetzt ist Feierabend. Für die Haut und für den Kopf.

Wenn du also mit trockener, sensibler Haut kämpfst und diese ganzen modernen Formeln dich nicht überzeugen… vielleicht ist dieser alte Ansatz mal einen Versuch wert. Ich hab meines von diesem französischen Shop auf Etsy. Der heißt irgendwas mit „Pure“ oder „Simple“. Du findest ihn schon, wenn du nach „whipped tallow balm lavender“ suchst. Es klingt verrückt. Bis man es ausprobiert.

Kurze Fragen, die mir immer gestellt werden

Ist Rindertalg gut fürs Gesicht? Ja, für viele Leute schon. Die Idee ist, dass die Fettsäuren denen in unserem eigenen Hauttalg sehr ähnlich sind. Deshalb zieht es so tief ein und versiegelt die Feuchtigkeit, anstatt nur eine Schicht oben drauf zu legen. Es füttert die Haut quasi mit etwas, das sie kennt.

Verstopft Tallow Balm die Poren? Bei mir überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Weil es so gut einzieht und nicht komedogen ist (das bedeutet porentverstopfend), fühlt sich meine Haut klarer an. Jede Haut ist anders, aber für meine trockene, sensible Haut war es ein Gewinn.

Wie riecht der Lavendel Tallow Balm? Nicht nach Parfüm. Es riecht nach echtem, getrocknetem Lavendel. Ein bisschen erdig, krautig, beruhigend. Nicht süß. Der Geruch verfliegt ziemlich schnell nach dem Auftragen. Er bleibt nur kurz da, um dich in den Schlaf zu begleiten. Find ich gut so.

Also ja. Das ist meine Geschichte mit diesem Talg-Ding. Meine Haut ist zufrieden, ich bin zufrieden. Mehr wollte ich eigentlich nie. Wenn deine Haut im Winter auch so einen harten Job macht, könnte es einen Versuch wert sein. Einfach mal.

Whipped Tallow Balm - Lavender

Whipped Tallow Balm - Lavender

Grass-fed whipped tallow balm

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